Am Mittwoch, den 07.12.2011, traf sich die Lehrerschaft der Bezirksschule Ingenbohl - Brunnen zu einer schulinternen Weiterbildung. Prisca Valguarnera (dipl. Psychologin IPP) führte uns anschaulich mit einem fundierten Input ins Thema. Anschliessend wurden „konkrete Elterngesprächssituationen “ eins zu eins durchgespielt. Am Nachmittag überraschte uns Schulleiter Andi Meyer mit prominenten Gästen: Chris von Rohr (Rockmusikerlegende) - moderiert durch Dani Ambühl (Radiojournalist) - nahm Stellung zu konkreten Fallbeispielen. Chris von Rohr vermochte mit seinen pointierten Statements zu gefallen. Der „Samichlaus-Höck“ - organisiert durch unsere Mottogruppe - schloss diesen gelungenen Weiterbildungstag ab.
„Sich gegenseitig blosszustellen, sei das Schlimmste, was bei einem Elterngespräch passieren kann ...“, monierte Frau Valguarnera. Es sei wichtig, sich gewissenhaft auf ein Elterngespräch vorzubereiten. Konkrete Unterlagen (Noten, Verhaltensbeurteilung und eine genaue Struktur des Elterngespräches) sollten vorgängig bereitgestellt werden.
Merkpunkte für Elterngespräche
Folgende Merkpunkte für Elterngespräche gelte es zu beachten:
An die Schülerinnen und Schüler:
Fragen an die Eltern
Ziel: Gute Fragen stellen, damit die Eltern bzw. der Schüler das Problem eigenständig lösen können.
Elterngespräche konkret durchgespielt
Die interessante Theorie (Reptilienhirn, Angriffs-Fluchtverhalten, Psychonebel, Tunnelblick, Badzimmertechnik: J) wurde durch konkrete – im Voraus durch die Lehrerschaft gesammelte – Praxisbeispiele aufgelockert. In Sechsergruppen wurden konkrete Elterngesprächssituationen durchgespielt:
Lehrperson: Der Schüler vergisst dauernd sein Material, hat Hausaufgaben vergessen, lernt nicht auf die Prüfungen.
Schüler: Ist überfordert mit den vielen Fächern und Aufgaben, kann sich schlecht organisieren, will lieber mit Freunden weg.
Mutter: ist der Meinung, der Schüler müsse das jetzt alleine können. Hat bis Ende der Primarschule mit dem Schüler zusammen gelernt und die Hausaufgaben gemacht.
Vater: Macht dem Schüler Vorwürfe. Wusste nichts von der Situation. Ist der Meinung, dass die Schule das Problem lösen soll.
Beobachter 1: Alle Fragen notieren, die von der Lehrperson gestellt werden.
Beobachter 2: Fühlen sich die Beteiligten wohl? Woran ist das erkennbar (Körperhaltung, Mimik, Gestik)?
Ein Rollenspiel wurde anschliessend im Plenum dargeboten und ausgewertet.
Chris von Rohr als Promigast
Am Nachmittag überraschte uns Schulleiter Andi Meyer mit prominenten Gästen: Chris von Rohr (Rockmusikerlegende) – gekonnt und witzig moderiert von Dani Ambühl (Radiojournalist) - nahm Stellung zur Schule allgemein und zu konkreten Fallbeispielen: Chris von Rohr vermochte mit seinen coolen, pointierten, aber auch inhaltlich interessanten Statements zu gefallen:
„Dem Schüler die Fischerrute geben, nicht den Fisch ...“
„Das Klassenzimmer ist die Bühne. Dort ist der Lehrer Chef. Er bestimmt die Regeln.“
„Die Schweiz wird von einer Professionalisierung der Schule erschüttert.“
„Die Administrativaufgaben der Lehrerschaft haben enorm zugenommen! Hat die Lehrperson überhaupt noch genügend Zeit, seine Lektionen vorzubereiten?“
Chris von Rohr wünscht sich gut geerdete, charismatische Lehrerpersönlichkeiten. Lehrerinnen und Lehrer, welche den Lehrstoff mit innerem Feuer und mit viel Leidenschaft vermitteln.
„Ich weiss, es gibt sie, genau diese Lehrerinnen und Lehrer und die Kids werden nicht wegen, sondern trotz den modernen Lehr- und Lehrformen gute Schüler und Menschen.“
Samichlaus-Höck
Der „Samichlaus-Höck“ - organisiert durch unsere Mottogruppe - schloss diesen gelungenen Weiterbildungstag ab. Herzlichen Dank an alle, die an der Organisation dieser lehrreichen SCHILW beteiligt waren.




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